Die 32 Bands und der Guru des Woodstock-Festival 1969
32 Acts und ein Guru.
Das Woodstock-Festival gilt als Symbol für Liebe, Frieden und Gemeinschaft, bei dem die Hippie-Bewegung ihren kulturellen Höhepunkt erreichte. Hunderttausende junge Menschen haben drei Tage lang in Harmonie zusammengelebt, verbunden durch Musik, Freiheit und den Traum von einer besseren Welt. Diese Darstellung entstand vor allem durch Filme, Fotos und spätere Erinnerungen.
Der „Guru vom Woodstock“ war Swami Satchidananda. Er eröffnete das Festival mit einer spirituellen Ansprache und einer Segnung. "Das Treffen zeige, dass Menschen friedlich zusammen sein können, wenn sie Musik und Liebe trägt."
Der „spirituellem Zeremonienmeister“ war Wavy Gravy. Er sorgte mit seiner Kommune Hog Farm für Ordnung, Humor und Beruhigung der Menschenmenge. "Good morning ... Breakfast in bed ..."
Freitag, 15. August 1969
Richie Havens
Sweetwater
Bert Sommer
Tim Hardin
Ravi Shankar
Melanie Safka
Arlo Guthrie
Joan Baez
Samstag, 16. August 1969
Quill
Country Joe McDonald
Santana
John B. Sebastian
Keef Hartley Band
The Incredible String Band
Canned Heat
Mountain
Grateful Dead
Creedence Clearwater Revival
Janis Joplin
Sly and the Family Stone
The Who
Jefferson Airplane
Sonntag / Montag, 17.-18. August 1969
Joe Cocker
Country Joe and the Fish
Ten Years After
The Band
Johnny Winter
Blood, Sweat & Tears
Crosby, Stills, Nash & Young
Paul Butterfield Blues Band
Sha Na Na
Jimi Hendrix (Montag früh)
Bands die NICHT dabei waren.
Viele berühmte Künstler fehlten aus verschiedenen Gründen.
Terminprobleme, Geld, organisatorisches Chaos oder Ablehnung, da viele Musiker Woodstock ursprünglich für ein kleines, schlecht organisiertes Festival hielten.
The Beatles standen vor der Auflösung.
Grund: Seit 1966 gaben sie keine Live-Auftritte mehr und sie hatten interne Spannungen. ➡️ Die Beatles kamen gar nicht erst in die engere Auswahl.
Led Zeppelin waren 1969 im Kommen.
Grund: Manager Peter Grant lehnte Woodstock ab. Led Zeppelin wäre dort nur eine von vielen Gruppen, statt der Hauptact eines Festivals. ➡️ Sie spielten lieber eigene Shows.
The Doors waren eingeladen.
Gründe lt. Bandmitglieder: Sänger Jim Morrison mochte Open-Air-Festivals nicht und die Band glaubte, Woodstock sei klein. ➡️ Sie sagten ab – und bereuten es später.
Joni Mitchell war eigentlich gebucht.
Grund für die Absage: Ihr Manager entschied, dass sie lieber in der TV-Sendung The Dick Cavett Show auftritt. ➡️ Ironischerweise schrieb sie danach den berühmten Song Woodstock.
Bob Dylan wohnte sogar in Woodstock.
Grund: Er wollte nicht mit der Hippie-Bewegung identifiziert werden. ➡️ Er trat beim Isle of Wight Festival 1969 auf – nicht beim Festival vor seiner Tür.
The Rolling Stones gehörten 1969 zu den größten Rockbands der Welt .
Grund: Sie waren im August 1969 nicht in den USA. ➡️ Am 5. Juli 1969 spielten sie im Hyde Park in London / England ein freies Konzert vor ca. 500.000 Menschen.
Interessant:
Hätten die Rolling Stones in Woodstock gespielt, wäre die Geschichte der Rockmusik möglicherweise etwas anders verlaufen. Ihr späteres Altamont-Konzert in den USA (Gewalt, Todesfall) gilt oft als symbolisches Ende der Hippie-Ära, während Woodstock deren Höhepunkt darstellt.